Schritt-für-Schritt-Anleitung: Character Design

In meinem ersten Blog-Eintrag gebe ich euch einen kleinen Einblick in die Erstellung eines Concept Art in 10 Schritten. Ich habe mir hierfür eine recht simple Zeichnung ausgesucht, um die wichtigen Schritte vorzuführen, ohne sich zu sehr in Details zu verlieren. Natürlich kann man jede Zeichnung bzgl. Detailgrad ad absurdum führen, doch die einzelnen Schritte sind mehr oder weniger identisch. 

 

Dauer: 2h

Am Anfang war die Skizze.

 

Wer großartige Bilder hervorbringen möchte, sollte zuerst mit der Skizze beginnen. Den mit ihr steht und fällt das gesamte Bild. Wenn diese nicht stimmig ist, so wird es schwer sein diese im Nachgang noch zu korrigieren. Deswegen sollte man sich ruhig genügend Zeit lassen für das Ausarbeiten der Zeichnung.

Im nächsten Schritt coloriert man die Zeichnung gleichmäßig mit einer Hintergrundfarbe. Diese dient uns später als Malgrundlage für alle weiteren Farbaufträge. Da es in dem Beispiel um eine Figur mit wenig Bekleidung geht, empfehle ich einen Hautton zu wählen, der auch gleichzeig Bestandteil des Motivs wird.  

Als nächstes tragen wir die Schatten auf. Diese müssen im ersten Schritt nicht wirklich exakt sein, es genügt, wenn man die groben Flächen nur andeutet.

Schatten kann es nicht ohne Licht geben, also malen wir nun die Stellen aus, wo die Figur beleuchtet wird. Ich empfehle sparsam mit den lichten Stellen umzugehen. Das lässt das fertige Motiv realistischer aussehen.

Nachdem die schattigen und lichten Stellen angedeutet wurden, werden die Übergänge zwischen den Farben verfeinert. Dieser Schritt wird mehrmals im Malprozess wiederholt und muss nicht 100% perfekt sein.

Widmen wir uns der Kleidung zu. Da diese Figur nur wenig an hat, sollte das Ausmalen der Boxershorts und der Fussbandagen nicht allzu schwer sein. Ein paar Streifen in unterschiedlichen Farben lassen die Bekleidung interessanter aussehen.

Da das Gesicht einer Figur viele feine Details enthält, kann man als Ausmalhilfe einfach die Skizze an dieser Stelle deutlicher hervorheben. Das hilft uns dabei Gesichtsfalten besser zu platzieren.

Im Schritt 8 wird das Motiv noch einmal verfeinert und die Übergänge zwischen den Farben ausgearbeitet. Das wird solange gemacht, bis die zugrunde liegende Skizze kaum noch zu sehen ist.

Im vorletzten Schritt wird der Kontrast angepasst, Kanten nachgezogen und einzelne Stellen des Motives farbig nachgebessert. Es ist jedem selber überlassen, wie viel Nacharbeiten er in das Motiv steckt. Wichtig ist nur, dass man im richtigen Moment aufhört und sich nicht zu sehr in Details verstrickt.

Hier ist nun das fertige Bild. Ich habe das Motiv noch mir einer 'haarigen' Textur versehen, damit die Figur etwas mehr an Plastizität gewinnt.

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